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Was kostet eine Website 2026?
Realistische Preise für Onepager, Firmenwebsite & Online-Shop

Was kostet eine Website? Die ehrliche Antwort lautet: zwischen 10 Euro im Monat und über 85.000 Euro. Damit kann niemand planen. Deshalb zeigen wir Ihnen in diesem Kostenrahmen, was Onepager, Unternehmenswebsites, Online-Shops und Relaunches 2026 bei seriösen Anbietern tatsächlich kosten – mit Stundensätzen, versteckten Zusatzkosten, Gesamtkosten über drei Jahre und Rechenbeispielen, ab wann sich die Investition bezahlt macht.

Kurz beantwortet: Eine Unternehmenswebsite mit 5–15 Seiten kostet 2026 bei einer Agentur 4.400 bis 8.100 Euro, beim Freelancer 2.450 bis 5.100 Euro. Ein Onepager liegt bei 1.000 bis 3.000 Euro, ein Online-Shop auf Shopify oder WooCommerce bei 3.500 bis 13.000 Euro, individuelle Shops beginnen bei 18.000 Euro. Laufend kommen 50 bis 130 Euro im Monat für Hosting und Wartung dazu. Die größten Preistreiber sind nicht das Design, sondern Inhalte, Funktionen und Pflichten wie Barrierefreiheit (BFSG) und DSGVO.

Preise netto, Stand September 2026.

4.400–8.100 €
Unternehmenswebsite bei einer Agentur (5–15 Seiten, CMS)
+8,4 %
mehr Conversions im Handel bei 0,1 s schnellerer Ladezeit (Deloitte)
70,22 %
durchschnittliche Warenkorbabbruchrate im E-Commerce (Baymard)

Website-Kosten 2026 auf einen Blick

Eine professionelle Unternehmenswebsite mit 5 bis 15 Unterseiten kostet 2026 bei einer Webdesign-Agentur zwischen 4.400 und 8.100 Euro, bei einem Freelancer zwischen 2.450 und 5.100 Euro. Ein Onepager liegt bei 1.000 bis 3.000 Euro, ein Online-Shop auf Shopify oder WooCommerce bei 6.400 bis 13.000 Euro, individuelle Shops mit ERP-Anbindung beginnen bei 18.000 Euro. Dazu kommen laufende Kosten für Hosting und Wartung von 50 bis 130 Euro im Monat.

Diese Spannen zeigen, wo seriöse Anbieter sich mehrheitlich bewegen. Ausreißer nach unten und oben gibt es immer. Wie die Spannen entstanden sind, erklären wir in der Methodik.

LeistungEinmaligLaufend / MonatWirkung ab
Onepager / Landingpage1.000 – 3.000 €15 – 70 € BetriebLaunch
Unternehmenswebsite (5–15 Seiten, CMS)3.900 – 8.100 €50 – 130 € inkl. WartungLaunch
Individuelle Website (20–50 Seiten)5.850 – 25.500 €50 – 130 €Launch
Online-Shop Standard3.500 – 13.000 €125 – 215 €+ WartungLaunch
Online-Shop individuell18.000 – 51.000 €+125 – 215 €+Launch
RelaunchNeubaupreis + 12 – 25 %wie NeubauLaunch, SEO-Effekt nach Migration

Marktspannen 2026, netto zzgl. USt.

Agenturpreise nach Projekttyp. Freelancer liegen je nach Projekt 35–50 % darunter. Quelle: Evolix-Marktübersicht 2026.

ℹ Keine Preisliste

Diese Spannen bilden den Markt ab – sie sind keine Preisliste von Evolix Media. Wir selbst rechnen nach tatsächlichem Aufwand auf Stundenbasis und kalkulieren jedes Projekt individuell: Zwei Vorhaben mit gleichem Umfang auf dem Papier können in der Praxis sehr unterschiedlich viel Arbeit bedeuten. Die Übersicht soll Ihnen helfen, Angebote – auch unsere – einzuordnen.

Preise nach Projekttyp: Freelancer vs. Agentur

Der größte Preishebel ist nicht das Design. Es sind Konzept, Inhalte und Funktionen – und die Frage, ob Pflichten wie Barrierefreiheit nach BFSG, DSGVO-konformes Consent-Management und gute Core Web Vitals von Anfang an eingeplant sind. Genau diese Anforderungen haben die Preise seit 2025 spürbar angehoben.

ProjekttypTypischer UmfangFreelancerAgenturBewertung
Baukasten (DIY)
Wix, Jimdo, Squarespace
Selbst gebaut, Vorlagen10 – 45 €/Monat + eigene Zeit–Situativ
für Start und Test; begrenzt bei SEO, Performance, Datenschutz
Onepager / Landingpage1 Seite, Hero, 3–4 Sektionen, Formular, DSGVO1.000 – 2.150 €1.800 – 3.000 €Sinnvoll
für eine Leistung oder Kampagne
Unternehmenswebsite5–15 Unterseiten, CMS, SEO-Basis, Consent, 1–2 Integrationen2.450 – 5.100 €4.400 – 8.100 €Sinnvoll
Standard für KMU
Individuelle WebsiteCustom-Design, 20–50 Seiten, UX-Konzept, Mehrsprachigkeit5.850 – 10.000 €9.800 – 25.500 €Situativ
lohnt bei starkem Lead- oder Marken-Fokus
Shop Standard
Shopify, WooCommerce
Theme-basiert, Zahlungen, Versand, Rechtstexte3.500 – 6.800 €6.400 – 13.000 €Sinnvoll
für die meisten Shops ausreichend
Shop individuell / PlattformERP-/PIM-Anbindung, B2B-Preise, Custom-Checkout–18.000 – 51.000 €+Situativ
erst ab relevanten Umsätzen
Headless / Web-AppNext.js o. ä., API-first, Portale–24.500 – 85.000 €+Wenig sinnvoll
für KMU-Websites; sinnvoll bei echten Produktanforderungen
Relaunchwie Neubau + Migration, Weiterleitungen, SEO-SicherungNeubaupreis + 12 – 25 %Neubaupreis + 12 – 25 %Sinnvoll
nur mit Redirect-Plan, sonst Ranking-Verlust

Warum der Relaunch teurer ist als ein Neubau

Bei einem Website-Relaunch zahlen Sie nicht nur die neue Website, sondern auch den Schutz dessen, was die alte schon erreicht hat: Rankings, Backlinks und indexierte URLs. Ohne vollständige Weiterleitungs-Map (301-Redirects, z. B. mit unserem 301-Redirect-Generator) verliert eine Website nach dem Umzug regelmäßig Sichtbarkeit, die sich über Monate aufgebaut hat. Die 12 bis 25 Prozent Aufschlag decken URL-Inventur, Redirect-Plan, Migration der Inhalte und die Kontrolle nach dem Launch ab. Wer diesen Posten streicht, spart am falschen Ende. Wie wir Relaunches absichern, steht auf unserer Seite Website-Relaunch.

Stundensätze für Webdesign und Entwicklung

Viele Anbieter kalkulieren Festpreise, rechnen intern aber mit Stunden. Wer die Stundensätze kennt, kann Angebote besser vergleichen – und erkennt, wenn ein Festpreis rechnerisch gar nicht aufgehen kann.

AnbieterStundensatzTypischer Einsatz
Offshore / Plattformen20 – 35 €Umsetzung nach klarer Vorgabe; hoher Abstimmungsaufwand
Freelancer Mid-Level (3–6 Jahre)60 – 80 €Templates, WordPress, kleinere Projekte
Freelancer Senior (7+ Jahre)90 – 110 €Konzept und Umsetzung aus einer Hand
Agentur Mittelstand80 – 130 €Projektmanagement, Design, Entwicklung, Content
Premium- / Großstadtagentur150 – 215 €Marken, komplexe Systeme, Enterprise

Zur Einordnung: Laut Freelancer-Kompass 2025 von freelancermap liegt der durchschnittliche Stundensatz von IT-Freiberuflern in Deutschland bei 105 Euro. Wer ein Angebot mit 40 Euro Stundensatz für „Konzept, Design und Entwicklung“ bekommt, sollte nachfragen, wer die Arbeit tatsächlich macht.

Plausibilitäts-Check: Geht Ihr Festpreis auf?

Eine solide Unternehmenswebsite mit 10 Seiten braucht in der Praxis grob 40 bis 75 Stunden für Konzept, Design, Umsetzung, Consent, SEO-Basis, Tests und Abstimmung.

40 Std. × 105 € = 4.200 € (untere Grenze, Senior-Freelancer) 75 Std. × 105 € = 7.875 € (obere Grenze)

Ein Angebot über 1.500 Euro für denselben Umfang bedeutet: Entweder werden Leistungen weggelassen, oder es wird mit einem Stundensatz kalkuliert, der keine Qualität trägt.

Einzelleistungen und versteckte Zusatzkosten

Die meisten Budgets platzen nicht beim Webdesign, sondern bei Posten, die im ersten Angebot fehlen: Texte, Fotos, Barrierefreiheit, Mehrsprachigkeit. Diese Tabelle zeigt, was sie kosten – und ob sie sich lohnen.

LeistungPreisBewertungWarum
Strategie / Zielgruppen- und Seitenkonzept (Sitemap, Wireframes)500 – 2.550 €SinnvollLegt Conversion-Pfade fest; spart teure Nacharbeit
Texte / Copywriting (komplette Website)800 – 5.950 €SinnvollTexte verkaufen und ranken – nicht das Layout
Eigene Fotos (Fotograf, Tagessatz, Richtwert)600 – 1.300 €SinnvollVertrauen und Wiedererkennung; Stockfotos wirken austauschbar
Logo / Corporate Design500 – 4.250 €SituativNur wenn noch keine Marke existiert
Mehrsprachigkeit+ 23 – 40 %SituativNur bei echten Zielmärkten; Übersetzung kommt extra
Barrierefreiheit bei Neubau (WCAG 2.1 AA)+ 12 – 15 %SinnvollFür Shops und viele B2C-Dienste seit 28.06.2025 Pflicht (BFSG)
Barrierefreiheit nachrüsten2.450 – 13.000 €SituativDeutlich teurer, als sie beim Neubau mitzudenken
WCAG-Audit (vollständig)1.500 – 6.800 €SinnvollAutomatische Scanner finden nur einen Teil der Barrieren
Accessibility-Overlay-Plugin20 – 85 €/MonatWenig sinnvollMacht keine Seite rechtssicher barrierefrei
SEO-Grundsetup (Metadaten, Struktur, Schema, Sitemap)300 – 1.300 €SinnvollBeim Bau günstiger als nachträglich
Aufwendige Animationen, Slider, Videohintergrund500 – 4.250 €Wenig sinnvollKosten Ladezeit, bringen selten Conversions
Hosting, Domain, SSL15 – 70 €/MonatSinnvollDeutscher/EU-Server, Backups, HTTP/2+
WordPress-Wartung (Updates, Backups, Monitoring)50 – 130 €/MonatSinnvollVeraltete Plugins sind das Haupt-Sicherheitsrisiko
Wartung Online-Shop125 – 215 €+/MonatSinnvollZahlungs-, Versand- und Rechtsänderungen
„Website-Miete“ / Abo-Modell (Richtwert)50 – 255 €/MonatSituativPlanbar, aber Laufzeit, Eigentum und Datenexport prüfen
⚠ Der teuerste Fehler: Inhalte unterschätzen

Inhalte machen in der Praxis 23 bis 40 Prozent des Gesamtbudgets aus – und verspätet gelieferte Texte und Bilder sind der häufigste Grund, warum Website-Projekte sich um Wochen verschieben. Klären Sie deshalb vor Vertragsschluss schriftlich, wer Texte, Fotos und Rechtstexte liefert und bis wann.

Laufende Kosten: Was eine Website über drei Jahre wirklich kostet

Eine Website ist ein Projekt mit Laufzeitkosten. Wer nur den Einmalpreis vergleicht, vergleicht die Hälfte. Deshalb rechnen wir die Gesamtkosten über drei Jahre (Total Cost of Ownership) – den typischen Zeitraum, bis Technik und Design wieder angefasst werden.

KostenpostenOnepagerUnternehmenswebsiteOnline-Shop Standard
Einmalig (Mitte der Agentur-Spanne)2.400 €6.250 €9.700 €
Hosting, Domain, SSL (36 Monate)20 € × 36 = 720 €30 € × 36 = 1.080 €50 € × 36 = 1.800 €
Wartung (36 Monate)–75 € × 36 = 2.700 €160 € × 36 = 5.760 €
Summe 3 Jahre3.120 €10.030 €17.260 €
Rechnerisch pro Monat≈ 87 €≈ 279 €≈ 479 €

Beispielrechnung Evolix Media mit Mittelwerten der Spannen; ohne Texte, Fotos, Marketing.

Diese Monatswerte sind die fairere Vergleichsbasis zu Abo-Modellen („Website-Miete“ für 50 bis 255 Euro im Monat). Ein Abo kann günstiger wirken – prüfe aber, wem die Website nach Vertragsende gehört und ob Sie Inhalte und Daten exportieren können.

Barrierefreiheit (BFSG): Der neue Kostentreiber seit 2025

Seit dem 28. Juni 2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG). Es verpflichtet unter anderem Online-Shops und viele digitale Dienstleistungen gegenüber Verbrauchern zu barrierefreien Angeboten; Kleinstunternehmen, die Dienstleistungen erbringen, sind ausgenommen. Ob Ihr Unternehmen betroffen ist, hängt vom Einzelfall ab – das ersetzt keine Rechtsberatung.

Wirtschaftlich ist die Lage eindeutig: Barrierefreiheit beim Neubau kostet 12 bis 15 Prozent Aufschlag, das Nachrüsten 2.450 bis 13.000 Euro. Overlay-Plugins, die per Skript eine „barrierefreie Ansicht“ versprechen, lösen das Problem nicht, weil sie Struktur, Kontraste, Tastaturbedienung und Formularlogik des Codes nicht reparieren.

Wovon der Website-Preis abhängt: 6 Faktoren

1. Umfang und Seitentypen

  • Die Anzahl individueller Templates ist wichtiger als die Seitenzahl: 30 Leistungsseiten im selben Layout kosten weniger als 8 Seiten mit 8 verschiedenen Layouts.
  • Formulare, Konfiguratoren, Buchungssysteme und Mitgliederbereiche.
  • Schnittstellen zu CRM, ERP, Newsletter-Tool oder Kalender.

2. Design-Individualität

  • Template anpassen: günstig und schnell.
  • Custom-Design mit UX-Tests: 2,3- bis 4-facher Aufwand.
  • Design-System für mehrere Seiten oder Marken.

3. Inhalte

  • Liefert der Kunde Texte und Bilder – oder die Agentur?
  • Content macht oft 23 bis 40 Prozent des Budgets aus.

4. Recht und Technik

  • BFSG/WCAG, DSGVO, Consent Mode v2 – sauber umgesetzt über Tracking & Analytics.
  • Core Web Vitals (Ladezeit, Interaktion, Layout-Stabilität) – mehr dazu im Ratgeber WordPress SEO.
  • Mehrsprachigkeit, Migration, Weiterleitungen.

5. Anbieter und Region

  • Freelancer vs. Agentur: 35 bis 50 Prozent Preisunterschied.
  • Großstädte wie München, Frankfurt und Hamburg liegen am oberen Ende.
  • Projektmanagement und Haftung kosten mit.

6. Zahlungs- und Vertragsmodell

  • Festpreis mit üblicher Staffelung: 30 % Anzahlung, 40 % bei Designfreigabe, 30 % zum Launch.
  • Korrekturschleifen klar begrenzen.
  • Nutzungsrechte und Zugangsdaten vertraglich sichern.

Freelancer oder Agentur: Was lohnt sich wann?

Ein Freelancer lohnt sich, wenn Umfang und Inhalte klar sind, eine Person Konzept und Umsetzung abdecken kann und Sie selbst Zeit für Abstimmung einplanen. Eine Agentur lohnt sich, sobald mehrere Disziplinen zusammenkommen – Design, Texte, SEO, Tracking, Barrierefreiheit – und jemand die Verantwortung für das Gesamtergebnis übernehmen soll. Der Preisunterschied von 35 bis 50 Prozent ist im Kern der Preis für Projektmanagement, Vertretung bei Ausfall und Haftung.

Lohnt sich die Investition? ROI einer neuen Website

Webdesign wirkt anders als SEO: Eine bessere Website steigert die Conversion-Rate ab dem ersten Tag (Conversion-Optimierung) – aus demselben Traffic entstehen mehr Anfragen oder Bestellungen. Zwei Studien zeigen, wie groß dieser Hebel sein kann:

HebelMessbarer EffektQuelle
Mobile Ladezeit 0,1 Sekunden schneller+8,4 % Conversions im Handel, +9,2 % Warenkorbwert, +10,1 % Conversions im Reisebereich, +21,6 % Fortschritt bis zum Formularversand bei Lead-GenerierungDeloitte / Google „Milliseconds Make Millions“ (37 Marken, über 30 Mio. Sessions)
Bessere Checkout-Gestaltungbis zu +35,26 % Conversion-Rate bei großen Shops; dokumentierte Warenkorbabbruchrate im Schnitt 70,22 %Baymard Institute

Einordnung: Beides sind Werte großer Marken. Kleinere Websites sehen ähnliche Richtungen, aber mit mehr Streuung.

Die ROI-Formel, mit der wir rechnen

ROI = (zusätzlicher Deckungsbeitrag − Investition) ÷ Investition × 100 Zusätzliche Bestellungen (CRO) = Sessions × (neue Conversion-Rate − alte Conversion-Rate)

Wichtig: Immer mit Marge beziehungsweise Rohertrag rechnen, nie mit Umsatz. Wer den Umsatz einsetzt, überschätzt den ROI um ein Vielfaches.

Beispielrechnung: Online-Shop mit Relaunch und SEO

Wie Shops organisch wachsen, beschreibt unsere Seite Onlineshop SEO; welche Stellschrauben den Checkout verbessern, zeigt der Ratgeber Website-Conversion-Optimierung.

Annahme / PostenJahr 1Jahr 2
Investition (Relaunch 25.000 € + SEO 3.500 €/Monat)67.000 €42.000 €
Conversion-Rate 1,5 % → 1,8 % bei 20.000 organischen Sessions/Monat, Warenkorb 80 €+57.600 € Umsatz+57.600 € Umsatz
+6.000 organische Sessions/Monat (ab Monat 7 bzw. ganzjährig) bei 1,8 %+51.840 € Umsatz+103.680 € Umsatz
Deckungsbeitrag bei 30 % Marge32.832 €48.384 €
ROI−51 %+15 %

Illustratives Modell mit offenen Annahmen – keine Garantie.

Fünf Shop-Typen im Vergleich: Warum der Warenkorb entscheidet

Wir haben dieselbe Rechenlogik auf fünf typische Shops angewendet. Das Ergebnis zeigt den wichtigsten Zusammenhang im E-Commerce: Nicht die Investition entscheidet über den ROI im ersten Jahr, sondern Warenkorbwert und Marge.

Shop-TypInvestition Jahr 1AnnahmenDeckungsbeitragROI Jahr 1
Premium-Küchen / Maßanfertigung54.000 €90 Anfragen, 15 % Abschluss, 5.500 € DB je Auftrag74.250 €+38 %
Möbel-Shop48.000 €CR 1,4 → 1,7 % bei 30.000 Sessions + 5.000 neue Sessions, Warenkorb 900 €, Marge 30 %47.250 €−2 %
B2B-Shop Industriekomponenten55.000 €CR 2,0 → 2,4 % bei 15.000 Sessions + 4.000 neue Sessions, Bestellwert 650 €, DB 35 %35.490 €−35 %
Kosmetik-Shop45.000 €CR 1,8 → 2,1 % bei 80.000 Sessions + 15.000 neue Sessions, Warenkorb 75 €, Marge 45 %18.731 €−58 %
Sportartikel-Shop50.000 €CR 2,0 → 2,3 % bei 50.000 Sessions + 10.000 neue Sessions, Warenkorb 120 €, Marge 35 %15.960 €−68 %

Illustrative Modelle von Evolix Media; Sessions jeweils pro Jahr. Keine Umsatz- oder ROI-Zusage.

Hohe Auftragswerte machen den Relaunch schon im ersten Jahr rentabel; Shops mit kleinem Warenkorb brauchen 2–3 Jahre. Quelle: Rechenmodell Evolix Media.

Lesart: Ein negativer ROI im ersten Jahr ist kein Scheitern. Relaunch-Kosten fallen einmalig an, die Mehrumsätze wiederholen sich. Im Beispiel oben dreht der Shop im zweiten Jahr ins Plus. Shops mit kleinem Warenkorb und hoher Konkurrenz brauchen aber mehr Volumen, bessere Margen, Wiederkäufe oder schlicht mehr Zeit. Wer nach sechs Monaten aufhört, zahlt die Anlaufkosten, ohne die Rendite zu erleben. Wie sich SEO-Budgets rechnen, zeigt unser Artikel Was kostet SEO 2026?

Warnsignale in Webdesign-Angeboten

Hier sollten Sie nachfragen
  • Festpreis ohne Angabe von Seitenanzahl, Korrekturschleifen und Inhalten
  • Kein Wort zu Barrierefreiheit (BFSG), DSGVO oder Consent-Management
  • Die Website bleibt Eigentum des Anbieters, kein Datenexport möglich
  • „SEO inklusive“ ohne Definition, was genau enthalten ist
  • Kein Wartungskonzept für WordPress und Plugins
  • Relaunch ohne Weiterleitungsplan

Methodik: Wie diese Preisspannen entstanden sind

  • Datengrundlage: Öffentliche Preisangaben deutscher Agenturen und Freelancer, veröffentlichte Branchenerhebungen (siehe Quellen) sowie die Kalkulationen aus unserer eigenen Projektpraxis in Webdesign, SEO, GEO und Tracking.
  • Spannen: Die Werte zeigen, wo seriöse Anbieter sich mehrheitlich bewegen. Extreme Ausreißer nach unten und oben sind nicht berücksichtigt. Zitierte Werte aus Drittstudien bleiben unverändert.
  • Keine Preisliste: Die Spannen beschreiben den Markt, nicht die Preise von Evolix Media. Wir rechnen individuell nach Aufwand auf Stundenbasis.
  • Preise: netto zzgl. Umsatzsteuer, Stand September 2026.
  • Beispielrechnungen: illustrative Modelle mit offen genannten Annahmen – keine Kundenergebnisse und keine Garantien.
  • Interessenkonflikt: Evolix Media bietet Webdesign selbst an. Genau deshalb nennen wir auch Konstellationen, in denen ein Baukasten oder Freelancer die bessere Wahl ist.

Fazit: Was eine Website 2026 kosten sollte

Für die meisten kleinen und mittleren Unternehmen ist eine Unternehmenswebsite mit CMS für 4.400 bis 8.100 Euro bei einer Agentur (2.450 bis 5.100 Euro beim Freelancer) plus 50 bis 130 Euro im Monat für Hosting und Wartung der realistische Rahmen. Wer weniger zahlt, sollte genau prüfen, was fehlt. Wer mehr zahlt, sollte wissen, wofür: Individualdesign, Mehrsprachigkeit, Schnittstellen oder ein Shop mit ERP-Anbindung.

🏆 Unser Agentur-Tipp

Vergleichen Sie Angebote nicht nach dem Endpreis, sondern nach drei Fragen: Wer liefert die Inhalte? Sind Barrierefreiheit, Consent und SEO-Basis enthalten? Und was kostet die Website über drei Jahre inklusive Wartung? Wenn ein Angebot diese Fragen nicht beantwortet, ist es nicht vergleichbar – egal wie günstig es aussieht.


Quellen & Methodik-Hinweise

  1. Deloitte / Google: Milliseconds Make Millions (Fallstudie auf web.dev) – 37 Marken, über 30 Mio. Sessions, Erhebung Ende 2019
  2. Baymard Institute: Cart Abandonment Rate Statistics – Ø 70,22 % Warenkorbabbruch, +35,26 % Conversion-Potenzial durch Checkout-Design
  3. Computerwoche: Freelancer-Kompass 2025 – IT-Freiberufler verdienen 105 Euro in der Stunde – Erhebung von freelancermap, März 2025
  4. Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) auf gesetze-im-internet.de – gilt seit 28.06.2025
  5. Evolix-Marktübersicht 2026 – Marktspannen aus öffentlichen Preisangaben und eigener Projektpraxis; Beispielrechnungen als Modelle

FAQ: Häufige Fragen zu Website-Kosten

Was kostet eine Website für kleine Unternehmen?

Eine Unternehmenswebsite mit 5 bis 15 Unterseiten, CMS, SEO-Basis und Consent-Management kostet 2026 bei einem Freelancer 2.450 bis 5.100 Euro und bei einer Agentur 4.400 bis 8.100 Euro netto. Ein einfacher Onepager liegt bei 1.000 bis 3.000 Euro. Hinzu kommen 50 bis 130 Euro im Monat für Hosting und Wartung.

Was kostet ein Online-Shop 2026?

Ein Standard-Shop auf Shopify oder WooCommerce kostet beim Freelancer 3.500 bis 6.800 Euro und bei einer Agentur 6.400 bis 13.000 Euro. Individuelle Shops mit ERP- oder PIM-Anbindung, B2B-Preisen oder eigenem Checkout beginnen bei 18.000 Euro und reichen bis über 51.000 Euro. Die Wartung kostet 125 bis 215 Euro im Monat oder mehr.

Wie viel kostet die Wartung einer Website im Monat?

Für eine WordPress-Website mit Updates, Backups und Monitoring sind 50 bis 130 Euro im Monat üblich, für Online-Shops 125 bis 215 Euro oder mehr. Hosting, Domain und SSL kosten zusätzlich 15 bis 70 Euro im Monat.

Was kostet ein Website-Relaunch?

Ein Relaunch kostet in etwa so viel wie ein Neubau desselben Umfangs plus 12 bis 25 Prozent für URL-Inventur, Migration und Weiterleitungen. Ohne Redirect-Plan riskieren Sie, bestehende Google-Rankings zu verlieren.

Warum sind Agenturen teurer als Freelancer?

Agenturen liegen je nach Projekt 35 bis 50 Prozent über Freelancern. Der Aufpreis bezahlt Projektmanagement, mehrere Spezialisten für Design, Texte, SEO und Technik, Vertretung bei Ausfall sowie Haftung für das Gesamtergebnis. Bei klar umrissenen, kleinen Projekten ist ein erfahrener Freelancer oft die wirtschaftlichere Wahl.

Was kostet Barrierefreiheit nach BFSG?

Wird Barrierefreiheit nach WCAG 2.1 AA beim Neubau eingeplant, kostet sie etwa 12 bis 15 Prozent Aufschlag. Das Nachrüsten einer bestehenden Website kostet 2.450 bis 13.000 Euro, ein vollständiges WCAG-Audit 1.500 bis 6.800 Euro. Overlay-Plugins machen eine Website nicht rechtssicher barrierefrei.

Ist ein Website-Baukasten günstiger?

Auf den ersten Blick ja: Wix, Jimdo oder Squarespace kosten 10 bis 45 Euro im Monat plus Ihre eigene Arbeitszeit. Für einen Start oder Test ist das sinnvoll. Bei SEO, Ladezeit, Datenschutz und individuellen Funktionen stoßen Baukästen aber schnell an Grenzen, die später einen Umzug nötig machen.

Wie realistisch sind günstige Website-Angebote unter 1.000 Euro?

Für einen einfachen Onepager kann das mit Vorlage und selbst gelieferten Inhalten funktionieren. Für eine Unternehmenswebsite mit Konzept, Consent-Management, SEO-Basis und Barrierefreiheit reicht das Budget rechnerisch nicht: Schon 40 Arbeitsstunden zu einem durchschnittlichen IT-Freelancer-Stundensatz von 105 Euro ergeben über 4.000 Euro.

Was kostet es bei Evolix Media?

Evolix Media arbeitet ohne feste Pakete. Abgerechnet wird nach tatsächlichem Aufwand auf Stundenbasis, weil sich Ausgangslage, Wettbewerb und Umfang von Kunde zu Kunde stark unterscheiden. Die Marktspannen in diesem Artikel sind deshalb keine Preisliste, sondern eine Orientierung. Eine konkrete Aufwandsschätzung gibt es nach einem kostenlosen Erstgespräch.

Sie wollen ein Angebot, das Sie wirklich vergleichen können?

Wir kalkulieren Ihre Website transparent: mit Seitenumfang, Inhalten, Barrierefreiheit, SEO-Basis und Tracking – und rechnen Ihnen die Gesamtkosten über drei Jahre vor. Ohne versteckte Posten.

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